Tragödie im Alten Land
Eigentlich sollte es ein schöner Abend werden, Freunde treffen, feiern, tanzen, Spaß haben. Aus diesem Grunde besuchte eine Jugendliche, 16 Jahre alt, einen im Alten Land bekannten Weihnachtsball. Als sie sich spät auf dem Nachhauseweg begeben wollte, stürzte sie in einen Graben. Sie besaß keine Chance, sich alleine daraus zu befreien und erfror.
Eine ähnliche Tragödie ereignete sich nur wenige Tage später für einen 17 jährigen Jugendlichen. Auch er besuchte eine Party. Diesmal den Silvesterball. Als der Jugendliche sich nachts allein auf dem Heimweg machte, verlor er die Orientierung und irrte einige Zeit durch die Gegend. Dabei rutschte er in einen Graben und erfror.
Dass zwei junge Menschen so sterben mussten ist tragisch und schrecklich zugleich. Die Frage bleibt, wie konnte so etwas geschehen? Wie könnte so etwas vielleicht verhindert werden? In beiden Fällen soll Alkohol im Spiel gewesen sein und beide waren in der Nacht alleine unterwegs. Wie gut wäre es gewesen, wenn sie nicht alleine gewesen wären. Wenn vielleicht Freunde da gewesen wären und als irdische „Schutzengel“ gewirkt hätten.
Das Projekt „Schutzengel“ versucht darauf aufmerksam zu machen, Verantwortung für Freunde und Bekannte zu übernehmen, wenn diese den Überblick verloren haben. Dass öffentliche Feiern heute nur noch mit erheblich Mengen Alkohol stattfinden, lässt sich kritisieren aber nicht ändern. Umso wichtiger ist es, dass gerade ihr voneinander lernt, verantwortlich damit umzugehen. Zu wissen, wo ist mein Limit. Die Aktion „Kenn dein Limit“ gibt hier Informationen und Hilfestellung.
In den kommenden Wochen stehen sie wieder an, die traditionellen Faslamsfeiern und Faslamsumzüge. Auch dort wird gefeiert, getanzt und auch getrunken. Bleibt zu wünschen, dass es überall fröhliche und unbeschwerte Feiern werden, dass die Faslamsbrüder und –schwestern ihr „Limit“ kennen und wo nicht, niemand sich selbst überlassen bleibt sondern Freunde sich als irdische „Schutzengel“ zeigen.









