Taizé- Ab ins Kloster
Kloster? Beten? Das klingt ja voll öde...
Ist es aber nicht!
"Jedes Jahr von Februar bis November verwandelt sich ein Hügel im Süden Burgunds in einen Treffpunkt für 10.000 Jugendliche aus aller Welt." Das war das Erste, was ich über Taizé gehört habe. Mein Intresse war sofort geweckt.
Das Kloster der Brüder von Taizé wurde von Freré Roger nach dem zweiten Weltkrieg gegründet. Er hatte es sich zum Ziel gesetzt, das Taizé ein Ort der Versöhnung aller Christen würde. Im zweiten Weltkrieg hat er Gesuchte der Gestapo, meist jüdischem Glaubens, in einem leerstehenden Haus in Taizé versteckt. Hier entstand später das Kloster. Freré Roger erreichte sein Ziel, Taizé ist ein ökumenischer Orden, Menschen aus allen Ländern und Konfessionen kommen jedes Jahr. Freré Roger wurde 2005 während des Abendgebetes von einer geistig gestörten Frau erstochen. Doch sein Lebenswerk lebt weiter.
"Nach Taizé kommen, das heißt eingeladen sein, Gemeinschaft mit Gott zu suchen, im gemeinsamen Gebet, im Singen, in der Stille, im persönlichen Nachdenken und im Gespräch"
Taizé ist ein ganz besonderer Ort. Man trifft sich auch außerhalb der Gebete, um über das eigene Leben, den Glauben und seinen Erfahrungen zu sprechen. Ein Bruder diskutiert morgens einen Biebeltext mit den Jugendlichen. Danach geht man in eine internationale Kleingruppe und redet dort weiter. Die Sprache ist Englisch.
Für mich war das friedliche Zusammenleben in Taizé mit so vielen verschiedenen Menschen eine wunderbare Erfahrung.









